Der ultimative Bierpong Guide

Bier pong Tisch

Die besten Tische, Bälle und Becher!
Hier gibt’s alles was du zum Bierpong spielen brauchst.

Bierpong Spielregeln

Der normale Spielmodus beim Bierpong ist entweder eins gegen eins oder zwei gegen zwei, aber natürlich kann man diese Regel genauso wie alle anderen selbst gestalten, schließlich bleibt es in den meisten Fällen ein nicht allzu bierernstes 😉

Vergnügen auf einer Party und kein hochoffizieller Wettbewerb. Spontan neue Mitspieler dazu zu holen ist also kein Problem, es sollen ja alle den Spaß am Bierpong miterleben dürfen, besonders wenn die Anzahl der Bierpong Tische begrenzt ist. So gibt es auch zu den anderen Teilbereichen des Bierpong- Spiels keine formellen Regeln, geschweige denn ein allgemein anerkanntes Regelwerk.

Die Variationen in der Regelauslegung verschiedener Teilaspekte des Bierpong-Spiels sind vielmehr extrem vielfältig, was euch die Möglichkeit gibt, das Spiel so zu gestalten, wie es euch am besten gefällt. Um euch trotzdem etwas über die Regeln berichten zu können habe ich mich weitläufig informiert und verwende hier diejenigen Regelauslegungen, welche sich weithin als Standard im Bierpong-Sport etabliert haben.

An den gegenüberliegenden Querseiten des Bierpongtisches wird jeweil ein Dreieck aus typischen Bierpong-Bechern gebaut, wobei Deren Anzahl zwischen 6, 10, oder 15 Bechern variieren kann. Der übliche Spielmodus ist dabei derjenige mit 10 Bechern. Wenn wie in den meisten Fällen ein Duell von Zweier-Teams stattfindet, wirft jeweils ein Mitglied desselben Teams einen der beiden Spielbälle (meistens einfacher Tischtennisball).

Der Ballbesitz wechselt also erst, wenn Beide Spieler eines Teams auf die Pyramide des Gegners geworfen haben. Letztendlich ist das Team der Sieger des Spiels, welches es als erstes schafft, in jeden einzelnen Bierpong-Becher der gegnerischen Formation zu treffen.

Die Geschichte von Bierpong

Bier pong (engl. Beer pong oder seltener Beirut) ist ein ursprünglich us-amerikanisches Wurf- und Partyspiel bei dem es darum geht mit Tischtennisbällen in die Becheraufstellung des Gegners zu treffen. Jeder getroffene Becher muss vom Gegner getrunken werden. Das Spiel erfreut sich besonders in den vergangenen Jahrzehnten weltweit steigender Beliebtheit.

Die Spieleranzahl kann wie oben bereits beschrieben von einem simplen eins gegen eins bis zu einem riesen Gruppenevent, bei dem die halbe Party mitmischt, alles umfassen. Zudem kann die Spieleranzahl eines Teams durch sogenannte „guest shots“ (dt. Gast Würfe) auch nur für einen oder wenige Spielzüge erhöht werden. Dabei überlässt ein Team einem eigentlich unbeteiligten Außenstehenden (meistens nur für einen Wurf) den Ball und nimmt ihn damit für diesen Zeitraum in das Team auf, muss dies aber beim Gegnerteam vorher ankündigen.

Die Aufbauzeit beim Bierpong beträgt nicht mehr als drei Minuten. Einfach Tisch aufklappen, Pyramiden aufstellen, befüllen und noch einen Becher mit Wasser für die Reinigung der Bierpong-Bälle bereitstellen und schon kann das Partyvergnügen losgehen. Besonders praktisch sind dabei Bierpong-Tische mit Vertiefungen für die Becher, da hier die Pyramiden schon vorgegeben sind und somit die Becher auch bei zufälligen Berührungen nicht umfallen.

Die Spielzeit für eine Partie Bierpong beträgt üblicherweise 15-25 Minuten, wobei auch dieser Aspekt des Spiels starken Schwankungen unterliegt. Abhängig vom Können der Spieler kann ein Spiel auch deutlich länger oder Kürzer dauern. Besonders wenn beide Teams nur noch einen Becher übrighaben („one on one“), wird ein Treffer natürlich umso schwieriger. Ich persönlich habe beispielsweise schon sowohl Bierpong-Spiele miterlebt bei denen nach fünf Minuten alles vorbei war als auch solche, in denen beide Parteien stundenlang am Bierpong tisch standen ohne eine Entscheidung herbeiführen zu können.

Zur Ausrüstung lässt sich sagen, das neben einem Bierpong tisch mit den originalen Maßen sowohl die richtigen Bierpong-Bälle als auch die originalen Bierpong-Becher grundlegend sind für eine richtige Partie Bierpong. Gläser oder kleinere Plastikbecher erschweren das Treffen erheblich und rauben so den Spaß, vom Werfen mit anderen Bällen ganz zu schweigen. Kurz gesagt, Alles andere als Spielen mit dem richtigen Bierpong equipment kann man sich vorstellen wie eine Party ohne Musik, geht schon auch, macht aber halt nur halb so viel Spaß. Bierbank?

Was man dann letzten Endes in die Becher füllt bleibt jedem selbst überlassen, wie der Name schon sagt ist das Getränk der Wahl jedoch meistens Bier. Aber auch für Spirituosenliebhaber gibt es exra Bierpongsets in kleinerer Anfertigung zum Spielen mit shotgläsern. Das Gute am Bierpong ist jedoch, dass der Spielspaß komplett unabhängig vom Alkoholkonsum ist, man kann dabei also auch mit antialkoholischen Getränken hervorragend einen gemütlichen und entspannten Abend verbringen.

Um ein erfolgreicher Bierpongspieler zu werden sollte man natürlich vor allem eine gewisse Zielgenauigkeit mitbringen, um den Ball im Becher des Gegners unterzubringen. Auch eine gut ausgeprägte Auge-Hand-Koordination hilft extrem, um deinen Wurferfolg zu steigern. Aber nicht verzagen, sollte sich der Erfolg in den ersten Bierpong-Partien noch nicht so recht einstellen wollen. Übung macht ja bekanntlich den Meister, und besonders Bierpong mit seiner ungewöhnlichen Wurfsituation kann die Eingewöhnung für Anfänger erschweren.

Als Anfänger kann einen zusätlich der Gedanke positiv stimmen, dass schlussendlich nicht nur das reine Wurfkönnen über den Spielerfolg am Bierpongtisch entscheidet, sondern auch mentale Aspekte wie Nervenstärke oder Konzentrationsfähigkeit Voraussetzungen sein können. Wie oft habe ich schon gegen wirklich gute Werfer gespielt, die dann bei den letzten Bechern oder weil plötzlich alle um den bierpong tisch standen und zugesehen haben nervös geworden sind und nicht mehr ihr „normales“ Spiel abliefern konnten. In solchen Partien geht man am Ende oft als Gewinner vom Bierpongtisch, obwohl man zwischenzeitlich schon zurücklag.

Solche Dinge lassen sich schwer üben und machen einen guten Werfer erst zum wirklich guten Bierpongspieler, wobei natürlich auch die Trinkfestigkeit eine entscheidende Rolle spielen kann, insbesondere wenn an einem Abend mehrere Partien gespielt werden 😉

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Die einzelnen Phasen des Bier Pong Spiels.

Das Bierpong Spiel kann generell in drei Hauptphasen gegliedert werden.

Alle Vorbereitungen die getroffen werden müssen um das Spiel starten zu können, werden in der Aufbauphase vor dem Spielbeginn getroffen. Dazu gehören sowohl die Teamzusammenstellung als auch der eigentliche Spielaufbau. Die schier grenzenlosen Variationen des Bierpong Spiels sorgen dafür, dass dieses setting von Partie zu Partie große Unterschiede aufweisen kann.

Im Anschluss an den Aufbau erfolgt die Wurfphase, bei der sich die Teams mit ihren Würfen am Bierpong Tisch abwechseln.

In der Endphase des Bierpong-Spiels wird der schlussendliche Sieger der Partie ermittelt.

1. Der Aufbau

Zurzeit lässt sich klar ein Trend weg von großen, sperrigen etwas unpraktischen Bier Pong Tischen hin zu leichteren und damit weitaus flexibleren Lösungen erkennen. So gibt es eigens für diese Freizeitbeschäftigung angefertigte Bierpong Tische, die klappbar sind, und damit eine Menge Platz sparen. Wer sich aber nicht nur für das Spielen von Bierpong einen extra Tisch zulegen will, sondern diesen auch noch anderweitig nutzen will, dem sei gesagt, dass er mit der Anschaffung eines Biertisches gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt.

Der eignet sich nämlich hervorragend zum Bierpong spielen und kann zusätzlich dazu auch als ganz normales Gartenmobiliar verwendet werden. Für die Sportfans unter euch; eine Tischtennisplatte eignet sich ebenso hervorragend zum Bierpong spielen!

Am besten eignen sich aber nach wie vor extra Bierpong Tische, einfach in den vorgegebenen Markierungen eine Pyramide aus 6, 10 oder 15 Bierpong Bechern bauen und schon ist man so gut wie spielbereit. Vorher müssen nur noch die Becher mit Bier befüllt werden. Dafür wird meistens auf beiden Seiten ein Liter verwendet. Außerdem braucht jedes Team noch einen extra Plastikbecher mit Wasser für die Reinigung der Bälle, falls diese nach den Würfen auf dem Boden landen sollten.

2. Die Wurfphase

Die zwei Spielbälle (meistens Tischtennisbälle) sind am Anfang eines Spiels im Besitz einer Mannschaft. Wer anfangs Ballbesitz hat wird entweder einfach per sching-schang-schong entschieden oder es kommt zu einem „Blickduell“. Dabei haben zwei gegnerische Spieler jeweils einen der beiden Spielbälle und schauen sich gegenseitig in die Augen, während sie auf die Pyramide des Gegners werfen. Trifft keiner der beiden Werfer oder gar beide, wiederholen die verbliebenen zwei Spieler den Vorgang. Erst wenn nur einer der beiden Werfer trifft, bekommt sein Team den Ball und darf anfangen.

Bei allen Würfen im Verlauf des Spiels sollte darauf geachtet werden, dass der Ellenbogen des Werfers in jeder Phase des Wurfs hinter dem Bierpongtisch bleibt. So wird verhindert, dass man sich beim Wurf zu weit zu den Bechern des Gegners lehnt, und sich damit einen unfairen Vorteil verschafft.

In den meisten Fällen wird ein sogenannter „Arcshot“ verwendet, um die Becher des Gegners zu treffen. Dabei wird versucht in einem möglichst hohen Bogen auf die Pyramide aus Plastikbechern zu werfen, da so der Winkel verbessert und die Trefferchance erhöht wird. Wird mit einem normalen Wurf getroffen, muss ein Becher getrunken werden. Trifft man allerdings mit einem „Bouncer“ in den Becher des Gegners, muss dieser sogar zwei Becher trinken.

Für einen „Bouncer“ muss der Ball die Tischplatte berühren, bevor er in den Becher des Gegners geht. Als findiger Spieler versucht man also, den Bierpong-Tisch quasi als Bande zu benutzen und über diesen Umweg in den Becher des Gegners zu treffen. Im besten Fall geschieht das in einem Moment, in dem der Gegner unaufmerksam ist, da man Bouncer generell abwehren darf (z.B. durch Wegschlagen des Balles, Zuhalten der Becher etc.)

3. Die Trefferphase

Wenn keiner der beiden Würfe eines Teams die Becher des Gegners trifft, wechselt einfach der Ballbesitz und das andere Team ist an der Reihe, am besten nach Reinigung der Bälle 😉 Trifft einer der beiden Werfer den bierpong Becher der Gegner müssen diese, je nachdem ob es ein „Bouncer“ war oder nicht, einen oder zwei Becher trinken. Treffen gar beide Werfer, bekommt das Team beim sogenannten „balls back“ die Bälle zurück und darf nochmal zusätzlich werfen.

Eine Erweiterung tritt noch in Kraft, wenn beide Werfer in den selben Becher treffen. Dann wird es meistens so gespielt, dass anstatt zweier Becher sogar drei getrunken werden müssen. Andere gehen in diesem Fall sogar soweit zu sagen, dass alle an den doppelt getroffenen Becher angrenzenden Becher getrunken werden müssen. Das nennt sich dann „Bombe“ und würde bei einem Treffer in die Mitte sieben getrunkene Becher bedeuten! In jedem Fall gibt es bei Doppeltreffer eines Bechers auch immer „balls back“.

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Hier gibts alles für den Partyspaß Bierpong, Flunkyball & co.

Die wichtigsten Sonderregeln im Bierpong: Trickshot, on fire, Rollback & co.

Richtig individuell wird das Spiel erst mit der Einführung von Extraregeln. Diese können ebenfalls stark variieren, es kennt also jeder seine eigene Version des Bierpong Spiels. Deswegen ist es auch hier sinnvoll, sich vorher abzustimmen und auf Spielregeln zu einigen, damit es im Spielverlauf nicht zu unnötigen Missverständnissen kommt. Ich selbst habe über die Jahre zu verschiedenen Anlässen unterschiedlichste Regelauslegungen kennengelernt. Hier stelle ich euch die Zusatzregeln vor, die am beliebtesten sind, weil sie dem Spiel den extra Kick geben.

Zum einen gibt es bei bierpong Spielen häufig die Möglichkeit, die Becher des Gegners im Verlauf des Spiels nochmal umzustellen. Das ergibt zum Beispiel Sinn, wenn durch die eigenen Treffer die restlichen Becher weit auseinander stehen. Durch das Zusammenstellen wird die Trefferfläche also wieder vergrößert, was zu besseren Chancen beim Wurf führt. Ab wie vielen Bechern bzw. wie oft man im Spiel umstellen darf, können die Spieler dabei natürlich selber entscheiden.

Häufig verwendete Formationen beim Umstellen sind:

  • Das Quadrat (2-2),
  • Die Reihe (1-1-1-1),
  • Der Reißverschluss
  • Die Raute (1-2-1

Zudem kann es die Regel geben, dass Bälle, die sich noch im Becher drehen mit der Hand herausgefischt werden bzw. herausgepustet werden dürfen. Dafür dürfen sie das Bier aber noch nicht berührt haben. Dies ist nicht immer einwandfrei festzustellen, weshalb es wegen dieser Regel häufig zu Diskussionen im Spielverlauf kommt.

Außerdem kann beim sogenannten „Rollback“ erneut geworfen werden. Davon ist die Rede, wenn der Ball nach einem Wurf über den Bierpong Tisch in die eigene Spielhälfte zurückrollt, und man ihn vor dem Gegner aufnimmt. der anschließende extra Wurf muss allerdings als „trickshot“ ausgeführt werden. Beispiele hierfür wären ein Wurf hinter dem Rücken, durch die Beine, gegen die Wand etc. Wie bei so vielen Dingen im Bierpong sind auch hier der Kreativität des Einzelspielers keine Grenzen gesetzt. Ich habe schon Spieler erlebt, die durch die Beine gefühlt besser getroffen haben als normal. Üben lohnt sich also auch hier, denn mit einem trickshot ist euch der Wow-Effekt sicher ☺

Auch für den Fall, dass ihr oder einer eurer Mitspieler öfter hintereinander ins Schwarze trefft, gibt es eine Extraregel. Wenn man nach dem zweiten Treffer am Stück „heating up“ sagt, darf man nach dem dritten Treffer (und einem anschließenden „on fire“) so oft werfen bis man nicht mehr trifft.

Eine besonders wichtige Extraregel besagt, dass das Spiel sofort beendet ist, wenn nochmal in einen schon getroffenen Becher getroffen wird, bevor dieser ausgetrunken wurde. Wenn also ein Team die Becher noch in der Hand hält um sie auszutrinken während schon der Gegner dran ist, kann es gefährlich werden. Trifft dieser nämlich in einen der Becher, bevor er leer ist, hat er das Spiel automatisch gewonnen.

In diesem Fall darf man auch nicht nachlegen, also versucht, nach Gegentreffern immer möglichst schnell eure Becher austrinken. Auch wenn ihr einen getroffenen Becher auf der Platte vergesst, kann der Gegner im nächsten Zug das Spiel beenden, wenn er in diesen Becher trifft. Durch diese Regel soll verhindert werden, dass beim Spielen zu sehr getrödelt wird mit dem Trinken, oder dass man versucht, getroffene Becher zu unterschlagen, indem man sie nicht trinkt.

Die Entwicklung des Bierpongspiels

Bierpong wurde in den 1950er Jahren am Dartmouth College, einer Privatuniversität in den USA, entwickelt. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung kann dabei nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden. Als gesichert gilt heute jedoch, dass das Spiel bereits im Jahr 1955 unter den Studenten der Hochschule in New Hampshire bekannt gewesen ist. So behauptet der ehemalige Student Jere Daniell heute, bereits in diesem Jahr Bierpong gespielt zu haben. Die älteste existierende Aufnahme eines Bierpong Spiels entsteht allerdings erst im Jahr 1968, sie ist im damaligen Jahrbuch des Dartmouth Colleges zu sehen.

Der heutige Professor für Geschichte gibt außerdem an, dass die Spielidee beim Tischtennis entwickelt worden sei. Diese Behauptung wird gestützt von seinem ehemaligen Kommilitonen Bob Shirley. So hatten laut ihm Beobachter einer Partie ihre Becher auf der Platte abgestellt. Durch Zufallstreffer in die Bierbecher sei daraufhin die Spielidee entwickelt worden.

Anfangs wurde es also auch mit Tischtennisschlägern und nur einem Bier auf beiden Seiten gespielt. Zu dieser Zeit entstand auch der Name Bierpong (engl. Beerpong). Das letztendliche Ziel ist sowieso bis heute gleichgeblieben, es geht nach wie vor um das Treffen des gegenüberliegenden Biers.

Um seine heutige Form zu erreichen, musste das Spiel aber noch einigen Wandlungen unterzogen werden. Dies passierte, wie so viele gute Dinge, durch Zufall. So wurde das Spiel in den 1970er Jahren von der amerikanischen Studentenverbindung „Delta Upsilon“ entscheidend weiterentwickelt. Als ein Mitglied das Spiel von einer Reise mitbrachte, vergaß er die eigentlich erforderlichen Ping-Pong Schläger. Die erfinderischen Studenten spielten das Spiel kurzerhand ohne Schläger und warfen den Tischtennisball einfach per Hand in die Bierpong Becher. Außerdem benannten sie es in „Throw Ball“ um. Im Gegensatz zur neuen Spielidee konnte sich diese Namensänderung jedoch nicht durchsetzten.

Durch diese Entwicklungen gab es nun also zwei Varianten des Spiels, die unter dem gleichen Namen liefen. Erst in der 1980er Jahren wurde versucht, dieses Problem zu lösen, indem man Die Version ohne Schläger kurzerhand als Beirut bezeichnete. Woher dieser Name genau stammt, kann bis heute nicht eindeutig geklärt werden, viele Einzelpersonen behaupten, dafür verantwortlich zu sein. Als gesichert gilt es allerdings, dass mit dem Namen auf den Konflikt der USA mit dem Libanon angespielt wird, der um diese Zeit tobte. Die Würfe auf die Bierpong Becher riefen Assoziationen mit der Bombardierung der libanesischen Hauptstadt Beirut hervor, und so entstand der Name.

Die rasche Verbreitung von Bierpong in den USA wurde in der Folgezeit durch die industrielle Herstellung von Plastikbechern in großer Stückzahl erleichtert, und so setzte sich die Version mit mehreren Bechern und ohne Schläger schlussendlich durch. Bierpong in seiner ursprünglichen Form wird heute nur noch selten gespielt. Deshalb wurde es auch unnötig, zwei separate Namen zu haben.

Laut einer Umfrag von CollegeHumor ist die Bezeichnung „Beer Pong“ unter 40.000 befragten amerikanischen Studenten deutlich beliebter als der Name „Beirut“. So stimmten knapp 80% für die Bezeichnung Beerpong, und auch in Deutschland ist dieser Name der geläufigste. Heutzutage scheint es, dass nur noch alteingesessene Spieler überhaupt den Begriff Beirut verwenden und sich der Unterscheidung zur Spielversion mit Schlägern überhaupt bewusst sind.

Das steigende Interesse rief natürlich auch viele Unternehmen auf den Plan, und so wird Bier pong heute von vielen Firmen vermarktet. Dabei gibt es zum Beispiel die Möglichkeit sich eigens gestaltete Bierpong tische zu kaufen oder sich die Bälle individuell bedrucken zu lassen.

Seit 2017 gibt es als zusätzliche Erweiterung das sogenannte Beer Pong Golf. Dabei wird in einer Art Mischung aus Bierpong und Minigolf versucht, in die Becher zu treffen.

Kritik am Bierpongspiel

Es wird von vielen Seiten als kritisch betrachtet, dass Alkohol in einen Wettkampfsport eingebunden wird. Aus diesem Grund wurde Bierpong schon an etlichen Universitäten in den USA am Campusgelände verboten. Suchtforscher kritisieren außerdem, dass durch das Bierpong Spiel eine Glorifizierung des Alkoholtrinkens stattfindet, und dies zu schwerwiegenden Problemen in der Gesellschaft führen kann (Alkoholsucht, Gewalt etc.).

Dem setzt die Bierpong Industrie entgegen, dass jederzeit die Möglichkeit besteht, Bierpong auch mit antialkoholischen Getränken zu spielen. Außerdem wird auf den bewussten Konsum von Alkohol hingewiesen, und Bierpong wird als ein Wettkampfspiel bezeichnet, bei dem es nicht nur ums Trinken geht.

Ein anderer Standpunkt kritisiert zudem die Hygiene beim Bierpong, da der Ball ja doch relativ häufig auf den Boden fällt und danach nur unzureichend gereinigt wird. Die Gefahr, verunreinigtes Bier zu trinken ist damit am Bierpong Tisch höher als anderswo.

Deutsche Meisterschaft, Weltmeisterschaft und co. – Die wichtigsten Bierpong Wettbewerbe

Bierpong ist im Jahr 2020 ein weltweites Phänomen als Spaß- und Partysport, aber auch als Wettkampfevent. So finden seit 2006 jährlich die World Series of Beerpong (WSOBP) in Las Vegas, USA statt. Was mit einem Preisgeld von 10.000 $ und einer Teamanzahl von 80 begann, hat sich über die Jahre zu einem riesen Event mit 65.000 $ Preisgeld und über 500 teilnehmenden Teams entwickelt. Der amtierende Bierpong „Weltmeister“ heißt übrigens „Troop Unchained“.

Außerdem gibt es natürlich eine Vielzahl an Turnieren außerhalb der WSOBP, die in Bars, an Universitäten oder auch bei Privatveranstaltungen abgehalten werden. Diese Turniere werden in den USA sowohl landesweit als auch nur im kleineren Rahmen als eine Art „Stadtmeisterschaft“ ausgetragen.

Noch häufiger als Turniere sind Bierpong Ligen. Dabei bildet im Normalfall eine Bierpong begeisterte Gruppe Teams, die wöchentlich gegeneinander antreten. Zu vielen dieser Ligen gibt es online sogar extra Websites, Statistiken und Rankings. Auch an vielen Universitäten wurden extra Meisterschaften ins Leben gerufen, so zum Beispiel an der University of California, Santa Barbara mit der „Isla Vista Beer pong league“ und an der New York University.

Bierpongs Verbreitung durch die Medien

Vor allem im angloamerikanischen Raum gibt es eine Vielzahl an Artikeln und Internetseiten, die sich mit dem Thema Bierpong auseinandersetzen. Außerdem sind sogar zwei Filme erschienen, die das Spiel als Hauptthema aufgreifen. In der Dokumentation Last Cup: Road to the World Series of Beer Pong aus dem Jahr 2008 werden professionelle Bierpongteams dabei begleitet, wie sie sich auf die zweite Ausgabe der WSOBP vorbereiten. Das Turnier in Las Vegas mit einem damaligen Preisgeld von 20.000$ wird dabei genauer beleuchtet und es kommen verschiedenste Bierpong Begeisterte zu Wort.

Auch im Spielfilm Road Trip: Beerpong geht es in erster Linie um das Spiel aus den USA. Es wird hierfür ein Bierpong Team bei einer Reise quer durch die USA begleitet.

Die perfekte Bierpong Wurftechnik

Als leidenschaftlicher Bierpong Spieler habe ich mich natürlich auch damit auseinandergesetzt, was einen erfolgreichen Wurf beim Bier pong ausmacht. Meine nützlichsten Erkenntnisse habe ich hier für euch zusammengetragen. Als allererstes muss ich auf den Winkel eingehen. Dieser sollte im Idealfall möglichst spitz sein, d.h. der Bierpong Ball sollte im Flug einen möglichst hohen Bogen machen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit verringert, dass der Ball an der Kante der Becher abspringt und somit nicht in den Becher geht.

Die Schwierigkeit hierbei ist es allerdings, die Wurfgenauigkeit aufrecht zu erhalten. Es bringt nämlich nichts, wenn man den Ball in einer wunderschönen hohen Flugkurve wirft, dabei aber nicht den Becher trifft. Erfahrungsgemäß ist es mit etwas flacheren, schnelleren Würfen, sogenannten „fastballs“, nämlich etwas leichter die Becher zu treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball bei einer Becherberührung dann auch tatsächlich in den Becher geht ist aber wie gesagt bei höheren Würfen größer.

Deshalb solltet ihr am besten einen Mittelweg zwischen einer hohen Flugkurve und einem fastball wählen. Am Anfang, wenn noch viele Becher stehen könnt ihr euch ja für einen etwas höheren Wurf entscheiden, weil es ja noch nicht so wichtig ist, dass ihr einen bestimmten Becher trefft. Später im Spiel, wenn nur noch wenige Becher am Bierpong Tisch stehen, könnt ihr den etwas flacheren, präziseren Wurf anwenden. Zur eigentlichen Wurftechnik muss gesagt sein, dass es auch eine Rolle spielt, mit wie vielen Fingern man den Bierpong Ball greift. Ich persönlich bevorzuge die Technik mit drei Fingern (Daumen, Zeige- und Mittelfinger). Allerdings habe ich über die Jahre auch viele Spieler kennengelernt, die den Ball nur mit zwei Fingern (meistens Daumen und Zeigefinger) greifen.

Hier gilt: Ausprobieren und selber entscheiden ☺ Was mir noch als wichtig erscheint ist die Körperposition beim Werfen.

Hierbei versuche ich darauf zu achten, meinen Körper so vor dem Bierpong Tisch zu positionieren, dass er beim Wurfvorgang eine Linie mit meinem Wurfarm bildet. Ich drehe mich also seitlich zum Bierpongtisch. Dadurch fällt es mir leichter, beim Werfen eine gerade Flugkurve hinzubekommen. Außerdem versuche ich in der Endphase des Wurfes immer meinen Arm ganz zu strecken, um die Distanz zu den gegnerischen Bechern zu verringern. Außerdem bleibt mein Handgelenk den ganzen Wurf über locker, und so „schnalzt“ es nach vorne, nachdem der Ball meine Hand verlassen hat.

Wenn ihr diese Tipps alle beherzigt und euren Wurf entsprechend übt, bin ich fest davon überzeugt, dass ihr am Bierpong Tisch voll überzeugen werdet!

Die Meistertechnik des Bierpongs

Für diejenigen unter euch, die diese Tipps alle schon kannten und trotzdem nicht zufrieden sind mit ihrem Wurf habe ich hier noch eine besondere Technik. Diese Art zu werfen erfordert jedoch zusätzliche Übung, und am Anfang wird sie euch eventuell schwerfallen, wenn ihr also nur gelegentlich Bierpong spielt, würde ich euch eher zur Standard Technik raten.

Wenn ihr allerdings etwas Zeit investiert, kann diese Technik besonders zu Beginn des Spiels eine Waffe sein, was ich schon am eigenen Leib erfahren musste 😉 Dafür haltet ihr den Ball wie bereits beschrieben in drei Fingern. Anstatt nun jedoch normal zu werfen dreht ihr eure Hand so, dass euer Handrücken zum Gegner zeigt. Nun führt ihr die eigentliche Wurfbewegung aus, jedoch eben mit einem nach innen rotierten Handgelenk.

Richtig ausgeführt bekommt der Ball dadurch eine sehr hohe Flugkurve und sogar etwas Spin, wodurch die Trefferwahrscheinlichkeit enorm erhöht wird.

Die Meistertechnik des Bierpongs

Für diejenigen unter euch, die diese Tipps alle schon kannten und trotzdem nicht zufrieden sind mit ihrem Wurf habe ich hier noch eine besondere Technik. Diese Art zu werfen erfordert jedoch zusätzliche Übung, und am Anfang wird sie euch eventuell schwerfallen, wenn ihr also nur gelegentlich Bierpong spielt, würde ich euch eher zur Standard Technik raten.

Wenn ihr allerdings etwas Zeit investiert, kann diese Technik besonders zu Beginn des Spiels eine Waffe sein, was ich schon am eigenen Leib erfahren musste 😉 Dafür haltet ihr den Ball wie bereits beschrieben in drei Fingern. Anstatt nun jedoch normal zu werfen dreht ihr eure Hand so, dass euer Handrücken zum Gegner zeigt. Nun führt ihr die eigentliche Wurfbewegung aus, jedoch eben mit einem nach innen rotierten Handgelenk.

Richtig ausgeführt bekommt der Ball dadurch eine sehr hohe Flugkurve und sogar etwas Spin, wodurch die Trefferwahrscheinlichkeit enorm erhöht wird.

Geschrieben von Volker Tombri,  am 27.05.2020

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